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Klimaschutz: "Wissen ist Macht" – Netzwerk wirbt in Manifest für bessere Kommunikation

Von Rodrigo Pérez

QUITO, ECUADOR (IDN) – Ein Zusammenschluss einflussreicher internationaler Organisationen hat einen Appell für eine überzeugende, koordinierte Kommunikation zur Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen gestartet. Das Manifest der 'Climate Knowledge Brokers' Group', das Grundsätze für die Verbreitung von Informationen zum Klimawandel aufführt, will einen gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit der Klimakrise in Gang setzen.

Die Initiative wird unter anderem durch das von den Vereinten Nationen geförderte Programm für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (REEEP), das Zentrum und Netzwerk für Klimatechnologie (CTCN), das Übersee-Entwicklungsinstitut, das Netzwerk für Klima- und Entwicklungswissen (CDKN) sowie durch Dutzende weitere Organisationen mitgetragen.

Ausgehend von der Überzeugung, dass "Wissen Macht ist", fordert die Gruppe, dass auf breiter Front, von der Graswurzel- bis hin zur globalen Ebene, verstärkt darauf hingearbeitet werden sollte, "qualitativ hochwertige Informationen" zu Klimafragen all denjenigen zugänglich zu machen, die sie benötigten.

Die 'Climate Knowledge Brokers' Group', der inzwischen mehr als 100 internationale Einrichtungen und Programme angehören, wurde im Jahr 2011 aus der Erkenntnis heraus gegründet, dass sich die Klimaveränderungen zunehmend auf den gesamten Alltag der Menschen auswirken. Der Klimawandel wird demnach weltweit lokale Umfelder verändern und Einfluss auf viele strategische und investitionsrelevante Entscheidungen nehmen.

"Die Klimaforschung ist eine sich rasch entwickelnde Wissenschaft, und unser Verständnis von der Beziehung zwischen Mensch und Klimawandel kommt rasch voran. Die Menschen brauchen Hilfe und Anleitungen, um alle Entwicklungen und Querverbindungen zu begreifen", heißt es auf der Website von CDKN.

"Erst jetzt wird uns bewusst, in welchem Ausmaß sich unser Leben, unsere Arbeit und unsere Umgebung durch den Klimawandel verändern", sagt Florian Bauer, Chief Operating Officer   bei REEP und einer der Verfasser des Manifests. "Um unsere Resilienz zu stärken, benötigen wir eine effizientere Entscheidungsfindung in praktisch allen Bereichen und auf allen Ebenen. Diejenigen, die diese Entscheidungen treffen, müssen bestmöglich informiert sein, um ihre Arbeit ordentlich zu erledigen."

Informationen auf Zielpersonen zuschneiden

Die 'Climate Knowledge Brokers' Group' sieht die Aufgabe ihrer Mitglieder darin, diese Fülle an Informationen zu interpretieren, zu ordnen, zu übersetzen und zusammenzuführen, um sie dann auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen – Entscheidungsträger in den Regierungen, Chefs von Unternehmen oder normale Verbraucher und Wähler - zuzuschneiden.

Consuelo Espinosa, CDKN-Direktorin für Lateinamerika, zufolge bestand nie zuvor eine so große Notwendigkeit, klimarelevante Informationen bei Investmententscheidungen zu berücksichtigen. Es müsse sichergestellt werden, dass gegenwärtig entworfene Investitionsstrategien in der Zukunft keinen höheren Ausstoß von Treibhausgasen nach sich zögen.

"Wissensbroker spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, bestimmte Klimainformationen den richtigen Adressaten zugänglich zu machen. Behörden kann dabei geholfen werden, verantwortliche Entscheidungen zu treffen. Zudem können Erfahrungen bei der klimakompatiblen Entwicklung ausgetauscht werden", so Espinosa.

In sieben Grundprinzipien wird in dem Manifest dargelegt, wie Wissensbroker durch eine Zusammenarbeit und die Nutzung frei verfügbarer Daten größeren Einfluss ausüben können. Die 'Climate Knowledge Brokers' Group' appelliert zudem an andere Organisationen, sich der Initiative anzuschließen. "Wissensbroker müssen zusammenarbeiten, um Überschneidungen zu verhindern und den Informationsbedürfnissen der Zielgruppen gerecht zu werden", betont Geoff Barnard, Chefberater bei CDKN und Mitbegründer der Gruppe.

Das Manifest wurde von der 'Climate Knowledge Brokers' Group' in Teamarbeit entworfen und stützt sich auf Gespräche mit mehr als 80 Wissensbrokern und Nutzern klimarelevanter Informationen. Insgesamt 17 Autoren waren an dem Projekt beteiligt. In der Vollversion des Manifests werden Bedürfnisse von Nutzern analysiert und Charakteristika von Wissensbrokern erstellt. Auf der Website des Manifests sind die Abschriften mehrerer Interviews einsehbar, die von der Gruppe geführt wurden. (Ende/IPS/ck/22.09.2015)

Bild:

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Link:

http://www.indepthnews.info/index.php/global-issues/2417-groups-urge-coordinated-communications-initiatives-on-climate-change